Weinviertler Dialektlexikon. Band 2.

Michael Staribacher: Weinviertler Dialektlexikon. Band 2.

Verlag Günther Hofer, 2012

ISBN 978-3-902111-44-9.   Euro 16.-

www.druckhofer.at      http://staribacher.dieweinviertler.com/weinviertler-dialektlexikon

StaribacherDialektlexikon.09022013

Das Buch ist ja bereits ein Klassiker: Staribacher’s Weinviertler Dialektlexikon gibt es seit 2003, also seit 10 Jahren. Und vor mehr als 20 Jahren ist das „Eichenbrunner Sprachlexikon“ erschienen, das den Beginn des Mundartengagements markiert. Jetzt kommt mit Band 2 die Ergänzung. Michael Staribacher hat weitergesammelt und eine Menge an Wörtern zusammengetragen, die bisher nicht enthalten waren. Dazu bietet er uns „Sprüche und Redewendungen“ sowie die gesammelten Folgen seiner Glosse „Reden tuit guit“ (insgesamt 33).

Mit dem Untertitel „Zur Weinviertler Mundart“ ist sie zuerst in der Zeitschrift „museumsdorf“ des Weinviertler Museumsdorfs Niedersulz erschienen (16 Folgen von 2004 – 2008) und wird bis heute in der Ortsbildbroschüre „NÖ  gestalten“ weitergeführt. In jeder Folge werden thematisch zusammengestellte mundartliche Wortgruppen vorgestellt.

Schließlich wird eine Liste von Dorf-Spottnamen/Spitznamen geboten, die wohl eine Weinviertler Eigenart darstellen und bis heute nicht umfassend dokumentiert sind. Es gibt kaum ein Dorf, das nicht von seinen Nachbarn mit einem Spitznamen bedacht wurde. Meist steckt eine Geschichte dahinter, wie zB. bei den Hausbrunnern, die liebevoll/spöttisch „Mondlöscher“ genannt werden, weil die Feuerwehr angeblich ausgerückt ist, um den vermeintlichen Brand zu löschen, der sich als der rotgefärbte aufgehende (oder untergehende) Mond über einem Stadel herausgestellt hat. Gern würden wir auch wissen, wieso die Föllimer „Weltachs-Schmierer“ genannt werden. Leider ist die Liste nicht vollständig und die Geschichten werden uns vorenthalten.

Michael Staribacher – Woche für Woche in den Regionalzeitungen mit einem mundartlichen Rätselwort vertreten – hat für das Sprachbewußtsein der Weinviertler enorm viel bewirkt. Die Mundart – lange Zeit als Sprache der Alten angesehen, für die man sich geschämt hat – ist chic geworden: ein wesentlicher Puzzlestein zum Weinviertler Selbstbewusstsein.

ri-edl

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