KELLER.KULTUR.ERBE.

Günter FUHRMANN, Wolfgang GALLER: KELLER.KULTUR.ERBE. Vom ersten Weinkeller bis zu den Kellergassen im Weinviertel.

Format A4, geheftet, Farbumschlag, 72 Seiten, 83 Abbildungen

Driesch Verlag, 2017.

ISBN 978-3-902787-46-0 EURO 14,80

http://www.drieschverlag.org/

Das Duo Günter Fuhrmann und Wolfgang Galler hat sich um das historische PoysdorfFuhrmannGallerKeller.Kultur.Erbe bereits einen guten Namen gemacht. Die „Wein- und Traubenwelt im VINOVERSUM Poysdorf“, Erlebnismuseum um Weinbau und Weinhandel, wurde von den beiden konzipiert und eingerichtet. Die Sonderschau 2017 mit dem Titel KELLER.KULTUR.ERBE geht der Geschichte der Weinkeller von den Anfängen in der Antike bis zu den Kellergassen des Weinvietels nach, von denen es allein in Poysorf 30 !! gibt.

Fuhrmann und Galler haben dazu eine gleichnamige Broschüre vorgelegt, die reich bebildert eine Tour d’horizon zum Thema bietet. Es wird berichtet über die Amphore der Griechen und Römer als Transport- und Lagermedium über den heute wieder in Mode gekommenen Amphorenwein, der bis heute in Georgien Tradition hat, und natürlich das Weinfass als Lagerbehältnis, das bereits von den Römern verwendet wurde. Entsprechende archäologische Spuren über Vorratskeller von der Antike bis zum Mittelalter werden nachgezeichnet. Dann geht die Reise in das unterirdische Wien, zu den Kelleranlagen von Retz bis zu den Herrschaftskellern, die, so meinen dieAutoren, Vorbilder waren für die Entstehung der Kellergassen. In einem Abstecher zur Gegenwart der weltweiten Weinkultur werden moderne „Kathedralen des Weins“ gezeigt, von Frankreich über Spanien, Italien, Kalifornien, Kanada bis Moldavien, wo das sowjetische Reich riesige Kelleranlagen errichten ließ.

Der zweite Teil berichtet über die Geschichte der Kellergassen, nicht nur des Weinviertels. Das Team wird auch fündig in Tschechien, Ungarn und Deutschland. Kernstück ist aber doch das Weinviertel, das seinen Kellergassen durchaus ein Alleinstellungsmerkmal zuerkennen und sie dementsprechend touristisch vermarkten darf. Die Typen, die Baudetails, die gelegentlich vorkommende Kombination von Presshaus und Schüttkasten und vieles mehr, das alles nicht mehr ganz unbekannt ist, führt schließlich nach Poysdorf. Der tatsächlich in einmaliger Dichte vorzufindende Bestand der Weinstadt wird kundig vorgestellt und mündet in einen Ausblick in Richtung Weltkulturerbe, wobei die Zuerekennung noch aussteht.

Das attraktive Layout stammt von Thomas Reinagl, der Driesch-Verlag, angesiedelt in Drösing, hat neuerlich ein ansprechendes Werk im Sortiment. Der Broschüre sei weite Verbreitung gewünscht, wobei sie den Besuch in Poysdorf nicht ersparen soll.

RE

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