Archive for the ‘Uncategorized’ Category

Das alte Laa an der Thaya

21. November 2017

Rudolf FÜRNKRANZ, Herbert JAITNER: Das alte Laa an der Thaya und seine Katastralgemeinden in früherer Zeit.

96 Seiten mit zahlreichen Abbildungen. Hardcover

Edition Winkler-Hermaden, 2017.

ISBN 978-3-9504383-8-3   EURO 14,95

http://www.edition-wh.at/

Die Edition Winkler-Hermaden führt die Reihe der Stadtportraits mit Altfotos beharrlichFürnkranzJaitnerAltesLaa19.11.2017 weiter. Gleich vier Bände sind im Herbst 2017 erschienen: über die Weinviertler Städte Laa an der Thaya, Poysdorf und Zistersdorf und, als Blick in die Nachbarschaft, über „Das alte Floridsdorf“, das historisch durchaus als Weinviertel gesehen werden darf.

Rudolf Fürnkranz und Herbert Jaitner sind ein bewährtes Team für „Das alte Laa an der Thaya“. Jaitner als Betreuer des Laaer Bildarchivs und Fürnkranz als erprobter Stadthistoriker bringen ein vielfältiges Bildmaterial aus dem Nachlass Laaer Fotografen und Fotografinnen sowie aus dem Fundus privater Sammlungen. Dazu gibt es kenntnisreiche Bildtexte, die an Detailreichtum unübertroffen sind. Fürnkranz kennt die Abgebildeten von Aufnahmen um 1900 genauso wie die baulichen Veränderungen bis hin zum Baumbestand, dessen Entfernung er auf das Jahr genau angeben kann. Damit kann sich der Leser auf eine Zeitreise begeben, wobei sich der Bogen über 100 Jahre von den 1860er bis in die 1960er Jahre spannt. Die Katastralgemeinden Kottingneusiedl, Hanfthal, Ungerndorf, Wulzeshofen, Pernhofen sowie die Gutshöfe Blaustauden, Ruhhof und Rothenseehof sind mit ihren Spezifika vertreten. Das handliche Format ermöglicht auch die Nutzung für unterwegs: etwa einen Stadtspaziergang zum Vorort-Vergleich oder als Material für Stadtführungen.

RE

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Das alte Zistersdorf.

21. November 2017

Karl AUMANN: Das alte Zistersdorf und seine Katastralgemeinden in früherer Zeit.

96 Seiten mit zahlreichen Abbildungen. Hardcover

Edition Winkler-Hermaden, 2017.

ISBN 978-3-9504475-1-4   EURO 14,95

http://www.edition-wh.at/

„Das alte Zistersdorf“ wird von Karl Aumann anhand der eigenen Sammlung präsentiert.ZistersdorfAumann19.11.2017.jpg Aumann ist Sammler von Ansichtskarten und Fotos seiner Stadt seit Jahrzehnten und durchaus berufen, aufschlussreiche Bildtexte beizusteuern. Der Bildbogen spannt sich von etwa 1900 bis in die 1970er Jahre. Das Zentrum der Stadt, Kirchenplatz und Hauptstraße mit Dreifaltigkeitssäule, werden detailreich dokumentiert. Die wohl originellste Ansicht zeigt eine Schafherde, die um 1930 über den Platz getrieben wird, mit dem bemerkenswerten Hinweis, dass der Schaftrieb nur sonntags gestattet war.

Wir begeben uns mehr und mehr in die Peripherie und begegnen nicht nur der Wallfahrtskirche Maria Moos, sondern auch den Bilddokumenten aus der Frühzeit der Erdölgewinnung. Der Bildtext der Ansichtskarte „Zistersdorf, NÖ, Bohrturm“ teilt uns mit, dass am 1. September 1930 die gezeigte legendäre Sonde „Windisch Baumgarten 1a“ in 728 Meter Tiefe fündig geworden ist. Damit ist der Beginn der wechselvollen Geschichte der österreichischen Erdölgewinnung eingeläutet (siehe https://richardedl.wordpress.com/2013/12/02/oldorado-weinviertel-zur-geschichte-des-erdols-im-weinviertel/ ).

Die Katastralgemeinden Gaiselberg, Loidesthal, Großinzersdorf, Eichhorn, Gösting, Windisch Baumgarten und Maustrenk sind mit den zeittypischen Ansichtskarten, meist vor dem Zweiten Weltkrieg, vertreten.

RE

Gmundner Keramik. Schleiss Keramik. Markenführer 1866–2017.

8. November 2017

René Edenhofer: Gmundner Keramik. Schleiss Keramik. Markenführer 1866 – 2017.

Eur 29.90 (zuzügl. Eur 4.- Versandkosten innerhalb Österreichs)

Eigenverlag 2017 ISBN 978-3-9504428-0-9

http://www.gmundnerbuch.at

René Edenhofer ist seinem Thema treu geblieben. Seit fast 20 Jahren befasst er sich mitEdenhoferMarkenführerGmundner (1) Keramik, beginnend bei der Deutsch-Wagramer Kunst-Keramik, über die er 2001 seine erste einschlägige Publikation herausgebracht hat. Es folgten dann intensive Jahre mit einer Reihe von Veröffentlichungen und Ausstellungen über Wilhelmsburger Steingut und vor allem das Lilien-Porzellan, zu dessen Wiederentdeckung und heutiger Popularität er maßgeblich mit seinen Publikationen beigetragen hat. 2010 erschien sein Markenführer zur Wilhelmsburger Produktion.

René, der Wiederholungstäter, hat neuerlich einen Markenführer herausgebracht, über nichts Geringeres als das Schwergewicht der oberösterreichischen Keramikherstellung, die Gmundner Keramik. Marke meint in der Fachsprache die Kennzeichnung der Stücke mit einer Bezeichung, die den Hersteller, manchmal auch den Künstler erkennen läßt und meist am Boden angebracht ist.

Diese Zusammenstellung in ihrer zeitlichen Abfolge und in allen Verzweigungen, die der Traditionsbetrieb seit 1866 erlebt hat, ist Knochenarbeit. In jahrelanger Recherche entstand ein Standardwerk, das von 1866 bis 2017, penibel aufgelistet, insgesamt 226 Boden-, Papier- und Firmenmarken auflistet. Dabei legt er auch die verwirrende Firmengeschichte dar, von der Gründerfamilie Schleiss über ein komplexes Firmengeflecht mit Namensparallelitäten bis zur heutigen Gmundner Keramik.

Die Marken sind abgebildet und detailliert mit Varianten beschrieben, was das Büchlein zu einem unentbehrlichen Nachschlagwerk für alle Liebhaber, Sammler und Fachleute macht.

Edenhofer ist ein Autor aus Leidenschaft. Seine Keramikbegeisterung entspringt keiner beruflichen Verpflichtung. Er ist über die Jahre zum angesehenen Experten geworden und versteht es nach wie vor, ein so sperriges Thema wie ein Markenlexikon – mit qualitätvollem Bildmaterial versehen – kompetent und anschaulich zu vermitteln. Der Markenführer fügt sich nahtlos in die Reihe der Edenhofer’schen Standardwerke ein.

RE

 

Es geschah im Mostviertel.

26. Oktober 2017

Thomas HOFMANN: Es geschah im Mostviertel. Neuigkeiten und Bilder von damals.

Mit einem Vorwort von Heimo Cerny

124 Seiten mit zahlreichen Abbildungen. Hardcover

Edition Winkler-Hermaden, 2017

ISBN 978-3-9504383-6-9   EURO 19,90

http://www.edition-wh.at/

Es gibt wieder neue „Neuigkeiten und Bilder von damals“, und zwar – der Titel sagt es HofmannEsgeschaMostviertel.jpgschon – aus dem Mostviertel. Nach dem Weinviertel in zwei Bänden („Es geschah im Weinviertel. Östliches Weinviertel und Marchfeld.“ „Es geschah im westlichen Weinviertel.“) und dem Waldviertel („Es geschah im …“) wendet sich die Reihe dem Mostviertel zu, um dann, so ist der Plan, mit dem vierten Viertel des Landes, dem Industrieviertel, zu schließen.

Hofmann hat sich wieder in den Zeitungen und Zeitschriften von den 1850er Jahren bis in die 1930er Jahre umgesehen und in bewährter Weise eine Unzahl von Geschichten zu Tage gebracht. Es geht um Kaiser Franz Joseph und Victor Adler, um Klöster, deren es im Mostviertel so viele gibt wie in keinem anderen Landesviertel, um Räuber und Mörder, Naturkatastrophen und Alltagsfreuden.

Und es geht um Bergtouristen und Skifahrer, deren Pionier, Mathias Zdarsky, ein Lilienfelder war und am Muckenkogel das erste „Skiwettfahren“ der Geschichte veranstaltet hat. „Die Fahrstrecke, mit roten Fahnen bezeichnet, muß eingehalten werden. .. Die Dame und der Herr, welche die Fahrstrecke in kürzester Zeit vorschriftsmäßig zurücklegen, bekommen als Andenken ein in Silber ausgeführtes..Skifahrerrelief“ kündigt das „Neue Wiener Tagblatt“ am 15. März 1905 das am darauffolgenden Sonntag stattfindende Rennen an.

An Kurzweiligkeit mangelt es der Lektüre nicht und die Bebilderung ist wieder äußerst stimmig. Jedem Beitrag ist eine Abbildung beigegeben, die aus der Zeit stammt und die athmosphärisch, manchmal sogar punktgenau den Text illustriert. Hofmann und Winkler-Hermaden haben ein Gustostückel geliefert, dem zu wünschen ist, dass es im Mostviertel, das im Verlagssortiment noch wenig vertreten ist, viel Resonanz findet.

RE

 

KELLER.KULTUR.ERBE.

15. September 2017

Günter FUHRMANN, Wolfgang GALLER: KELLER.KULTUR.ERBE. Vom ersten Weinkeller bis zu den Kellergassen im Weinviertel.

Format A4, geheftet, Farbumschlag, 72 Seiten, 83 Abbildungen

Driesch Verlag, 2017.

ISBN 978-3-902787-46-0 EURO 14,80

http://www.drieschverlag.org/

Das Duo Günter Fuhrmann und Wolfgang Galler hat sich um das historische PoysdorfFuhrmannGallerKeller.Kultur.Erbe bereits einen guten Namen gemacht. Die „Wein- und Traubenwelt im VINOVERSUM Poysdorf“, Erlebnismuseum um Weinbau und Weinhandel, wurde von den beiden konzipiert und eingerichtet. Die Sonderschau 2017 mit dem Titel KELLER.KULTUR.ERBE geht der Geschichte der Weinkeller von den Anfängen in der Antike bis zu den Kellergassen des Weinvietels nach, von denen es allein in Poysorf 30 !! gibt.

Fuhrmann und Galler haben dazu eine gleichnamige Broschüre vorgelegt, die reich bebildert eine Tour d’horizon zum Thema bietet. Es wird berichtet über die Amphore der Griechen und Römer als Transport- und Lagermedium über den heute wieder in Mode gekommenen Amphorenwein, der bis heute in Georgien Tradition hat, und natürlich das Weinfass als Lagerbehältnis, das bereits von den Römern verwendet wurde. Entsprechende archäologische Spuren über Vorratskeller von der Antike bis zum Mittelalter werden nachgezeichnet. Dann geht die Reise in das unterirdische Wien, zu den Kelleranlagen von Retz bis zu den Herrschaftskellern, die, so meinen dieAutoren, Vorbilder waren für die Entstehung der Kellergassen. In einem Abstecher zur Gegenwart der weltweiten Weinkultur werden moderne „Kathedralen des Weins“ gezeigt, von Frankreich über Spanien, Italien, Kalifornien, Kanada bis Moldavien, wo das sowjetische Reich riesige Kelleranlagen errichten ließ.

Der zweite Teil berichtet über die Geschichte der Kellergassen, nicht nur des Weinviertels. Das Team wird auch fündig in Tschechien, Ungarn und Deutschland. Kernstück ist aber doch das Weinviertel, das seinen Kellergassen durchaus ein Alleinstellungsmerkmal zuerkennen und sie dementsprechend touristisch vermarkten darf. Die Typen, die Baudetails, die gelegentlich vorkommende Kombination von Presshaus und Schüttkasten und vieles mehr, das alles nicht mehr ganz unbekannt ist, führt schließlich nach Poysdorf. Der tatsächlich in einmaliger Dichte vorzufindende Bestand der Weinstadt wird kundig vorgestellt und mündet in einen Ausblick in Richtung Weltkulturerbe, wobei die Zuerekennung noch aussteht.

Das attraktive Layout stammt von Thomas Reinagl, der Driesch-Verlag, angesiedelt in Drösing, hat neuerlich ein ansprechendes Werk im Sortiment. Der Broschüre sei weite Verbreitung gewünscht, wobei sie den Besuch in Poysdorf nicht ersparen soll.

RE

Archäologie des Weinviertels.

5. Juni 2017

Ernst LAUERMANN: Archäologie des Weinviertels. Von Steinzeitjägern bis zu den Kelten.

Unter Mitarbeit von Volker Lindinger und Renate Heger

120 Seiten mit zahlreichen Abbildungen. Hardcover

Edition Winkler-Hermaden, 2017.

ISBN 978-3-9504274-5-5   EURO 19,90

http://www.edition-wh.at/

Der wissenschaftliche Leiter des Urgeschichtsmuseums MAMUZ in Asparn an der ZayaLauermannArchäologie28.5.2017 unternimmt mit zwei MitarbeiterInnen einen Streifzug durch die Urgeschichte von der Altsteinzeit bis zum Ende der Keltenzeit um Christi Geburt. Dazu gehören die Jungsteinzeit, die Kupferzeit, die Bronzezeit mit ihren verschiedenen Epochen und die Eisenzeit, die von 800 vor Christi bis zur Zeitenwende reicht. Die wichtigsten Epochen der Eisenzeit sind die Hallstattzeit und die sogenannte Laténe-Zeit, in der die Kelten aufgetreten sind. Damit umfasst die Darstellung fast 40.000 Jahre Menschheitsgeschichte, an deren Beginn es noch ein Nebeneinander von Homo sapiens und Neandertalern gab.

Das Team um Lauermann fokussiert in prägnanter Darstellung das urgeschichtliche Weinviertel und zeigt anschaulich und übersichtlich, dass in der Region seit Anbeginn menschliche Spuren nachweisbar sind. Der Ort Stillfried an der March etwa weist als große Besonderheit eine durchgängige Besiedlung auf. Bedeutende jungsteinzeitliche Kreisgrabenanlagen, die rätselhaften Hortfunde der Bronzezeit und die eindrucksvollen Grabhügel der Fürstengräber aus der Hallstattzeit belegen, wie attraktiv das sanftwellige Hügelland des Weinviertels in der Urgeschichte gewesen ist.

Das letzte Kapitel, die Keltenzeit, wartet mit Forschungsergebnissen der Siedlungen in Haselbach, auf dem Oberleiserberg und vor allem von der Keltenstadt um Roseldorf auf, die einen der Forschungsschwerpunkte des letzten Jahrzehnts dargestellt haben. Seit der Landesausstellung „Brot und Wein“ 2013 ist Asparn neu aufgestellt und vermittelt gemeinsam mit dem Ausstellungszentrum Mistelbach als MAMUZ (Mistelbach-Asparn MUseumsZentrum) mit Ausstellungen und Veranstaltungen das unglaublich reiche Erbe des Weinviertels. Gerade diese Vermittlung findet ihre Fortsetzung in der vorliegenden Publikation, die reich bebildert und laienverständlich das Vorleben der Region der interessierten Leserin auf angenehme Art näherbringt. Die Edition Winkler-Hermaden hat in bewährtem Format und in gekonntem Mix aus Bild und Text einen neuen Baustein zur Weinviertelbibliothek beigesteuert.

RE

Das alte Stockerau.

24. März 2017

Maria-Andrea RIEDLER: Das alte Stockerau. Die Stadt und ihre Geschichte in Bildern.

96 Seiten mit zahlreichen Abbildungen. Hardcover

Edition Winkler-Hermaden, 2016.

ISBN 978-3-95041199-9-3   EURO 14,95

http://www.edition-wh.at/

Der Verlag hat eine kundige Autorin gefunden, Frau Maria-Andrea Riedler, StockerauRiedler22.01..2017Fremdenführerin und Stadtamtsdirektorin, wie uns der Klappentext verrät. Frau Riedler bietet mit ihren Bildtexten dem Bilderbuch einen kompetenten Hintergrund, der die Geschichte der Stadt vor allem vom späten 19. Jahrhundert bis in die 1930er Jahre auf genussvolle Weise erschließt. Stockerau ist eine für Weinviertler Verhältnisse „alte“ Stadt (Stadterhebung 1893) und ist – mitten im Speckgürtel um Wien gelegen – zur größten Stadt des Weinviertels geworden. Im Laufe der letzten 180 Jahre wurde sie zur Garnisonsstadt mit mehreren Kasernen und zum Standort vielfältiger Industrie und Gewerbe, wie der Maschinenfabrik Heid, der ersten Ceresinfabrik – ein Leuchtmittel, das die Wachskerze abgelöst hat -, einer Seifen- und Fetterzeugung etc. Darüber hinaus entwickelte sich Stockerau zur Schulstadt und zum Standort eines Krankenhauses.

Wieder versammelt der Band, wie schon bei den anderen Städteportraits dieser Reihe (Wolkersdorf, Hollabrunn/Korneuburg/Deutsch-Wagram, Mistelbach, Gänserndorf), gut ausgewähltes Bildmaterial, das zum Teil erstmals veröffentlicht wird. Quellen sind private Sammler und das Stadtarchiv. Wer über die Geschichte der Stadt etwas erfahren möchte, dem sei das Bilderbuch wärmstens empfohlen, da stimmen Preis und Qualität auf erfreuliche Weise zusammen.

RE

Das alte Gänserndorf.

3. Februar 2017

Gerhard ANTL: Das alte Gänserndorf. Vom Bauerndorf zur Stadt.

96 Seiten mit zahlreichen Abbildungen. Hardcover

Edition Winkler-Hermaden, 2016.

ISBN 978-3-9504274-0-0   EURO 14,95

http://www.edition-wh.at/

Gänserndorf, publizistisches Mauerblümchen unter den Bezirkshauptstädten des
Weinviertels, ist die Stadt, in der der dörfliche Hintergrund historisch noch am wenigsten lang zurückliegt. Gerhardga%cc%88nserndorfantl22-01-2017 Antl, Historiker, seit Jahrzehnten aktiv im Museum in Stillfried an der March und Schuldirektor in Gänserndorf hat eine Sammlung von Altfotos nützen können, die im Stadtarchiv bewahrt wird. Durchaus kenntnisreich zeichnet er die Entwicklung besonders der letzten 120 Jahre nach. Gänserndorfs rasanter Aufstieg vom Dorf zum Zentrum des Marchfeldes wird dem Leser anschaulich vermittelt. Erst 1958 erfolgte die Stadterhebung. Dem Autor darf durchaus für abwechslungsreiche Bildauswahl und kundige Texte ein Kompliment ausgesprochen werden. Wie bereits an anderer Stelle befunden, bietet die Edition Winkler-Hermaden das passende Format.

RE

Das alte Mistelbach.

3. Februar 2017

Josef BAUER, Günter HOLLAUS, Karl KLEIBL, Hubert LOIBL und Oskar STEINER: Das alte Mistelbach und seine Katastralgemeinden in früherer Zeit.

96 Seiten mit zahlreichen Abbildungen. Hardcover

Edition Winkler-Hermaden, 2016.

ISBN 978-3-9504199-8-6   EURO 14,95

http://www.edition-wh.at/

Die Autoren, Mitarbeiter des Stadtmuseumsarchivs Mistelbach, sind ein bewährtes Team.mistelbachhollausloibl22-01-2017 Seit vielen Jahren bemühen sich die fünf Herren ehrenamtlich um die Stadtgeschichte, sammeln, publizieren und bespielen Ausstellungen. Ihr weitgehend selbst zusammengetragenes Bildmaterial und ihre Kompetenz bei der Erstellung der Bildtexte machen das Buch über das alte Mistelbach und seine Katastralgemeinden zu einem historischen Spaziergang von besonderer Güte. Die meist unveröffentlichten Altfotos und die bemerkenswerte Textqualität geben trotz einer Reihe ähnlicher Publikationen der letzten Jahrzehnte dem neuen Werk seine unbestreitbare Existenzberechtigung. Die Edition Winkler-Hermaden bietet dazu das passende Format.

RE

Es geschah im Waldviertel.

24. Januar 2017

Thomas HOFMANN: Es geschah im Waldviertel. Neuigkeiten und Bilder von damals.

Mit einem Vorwort von Erich Rabl

124 Seiten mit zahlreichen Abbildungen. Matt cellophanierter Pappband

Edition Winkler-Hermaden, 2016.

ISBN 978-3-9504199-6-2   EURO 19,90

http://www.edition-wh.at/

Die „Neuigkeiten und Bilder von damals“ werden uns in dem neuen Band aus dem Waldviertel geliefert. Nach den erfolgreichen Weinviertelbüchern („Es geschah im Weinviertel. Östliches Weinviertel und Marchfeld.“ „Es geschah im westlichen Weinviertel.“) hat Thomas Hofmann seine Erkundungen ausgeweitet. Geworden ist es hofmann-es-geschahwaldviertel08-01-2017wieder eine sehr kurzweilige Zeitungsartikelsammlung aus den letzten 200 Jahren und eine außerordentlich ansprechende Bebilderung, die punktgenau zum Text eine historische Abbildung bietet. Hofmann hat gründlich recherchiert. Das Portal „anno“ der Österreichischen Nationalbibliothek schafft die Voraussetzung dazu. Das Material ist vom Autor thematisch gebündelt und kapitelweise mit einen Überblickstext versehen worden, womit der Leser eingestimmt wird auf das, was ihn erwartet. Die Themen sind ganz ähnlich wie im Weinviertel, entscheidend ist dabei natürlich die regionale Note. Es geht um Kaiser und Kommunisten, um klerikales Leben, um Einbrecher, Sommerfrischler, Naturkatastrophen und so weiter.

Das Vorwort hat Erich Rabl verfasst, der Doyen der Waldviertler Regionalgeschichte und langjähriger Herausgeber des „Waldviertels“, Kulturzeitschrift seit fast 100 Jahren mit nicht zu unterschätzender Bedeutung für die Region.

Gut gemacht hat es wieder einmal der Verlag Edition Winkler-Hermaden. Aus dem typischen Querformat mit Hardcover – für die Kombination Text/Bild bestens geeignet und wiedererkennbar gelayoutet – ist mittlerweile ein Markenzeichen geworden.

RE